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Gewürzlexikon

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Safran
Merkmale: "Safran macht den Kuchen gel", lautet die Schlußzeile eines alten Kinderverses. Safran ist jetzt nur noch in wenigen Küchen bekannt, wobei neben dem Würzwert die starke Färbekraft für süße Milchspeisen (Milchreis) oder Bouillonsuppen eine Rolle spielen möge. In Indien und Persien ist auch heute noch Safran ein wertvolles und begehrtes Gewürz.
Man gewinnt diesen kostbaren Würz- und Farbstoff aus den Blüten einer Krokusart, der Safranpflanze. Von frisch gepflückten Blüten werden sofort die gelben Narben von den kleinen Griffeln abgezwickt und rasch getrocknet. Bleiben die Griffelchen an den Narben, dann ist das Erzeugnis weniger wertvoll.
Vorkommen: Auch heute noch gibt es in der Heimat der Safranpflanze, dem Orient, Safrankulturen, aber ihre Erzeugnisse sind weniger gefragt als die französischen, die sich durch hohe Qualität auszeichnen und auch den spanischen Safran übertreffen. Die mühevolle Gewinnung wirkt sich auf den Preis aus. 60000-80000 Blüten ergeben 1 kg Handelsware.
Ehe andere pflanzliche oder chemische Färbemittel bekannt waren, also vor etwa 100 Jahren, wurden Käsebruch, Butter, Teig- und Backwaren mit Safran gefärbt.
Rezeptempfehlung: Spanische Safran-Mandel-Suppe

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